Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Artitech Computer & Netzwerktechnik – Inhaberin Gina Schmidt
Am Großen Gehölz 2, 21755 Hechthausen
Telefon 04774 9989690 · kontakt@artitech.email

1. Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Lieferungen und Dienstleistungen zwischen Artitech Computer & Netzwerktechnik, Inhaberin Gina Schmidt (nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Kunden.
  2. Kunde im Sinne dieser AGB sind sowohl Verbraucher (§ 13 BGB) als auch Unternehmer (§ 14 BGB). Soweit einzelne Regelungen nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet.
  3. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
  4. Vertragssprache ist Deutsch.

2. Leistungen

  1. Der Auftragnehmer erbringt IT-Dienstleistungen, insbesondere Reparaturen, Wartung, Beratung, Netzwerkeinrichtung, Fernwartung, Webdesign und Fotografie sowie den Verkauf von Hard- und Software.
  2. Bei Reparatur-, Wartungs- und Datenrettungsarbeiten schuldet der Auftragnehmer die fachgerechte Durchführung der Arbeiten, nicht jedoch einen bestimmten Erfolg, soweit dieser nicht ausdrücklich vereinbart wurde. Das gilt insbesondere für Datenrettung, Virenentfernung und Arbeiten an bereits vorgeschädigter Hardware.
  3. Kostenvoranschläge sind unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind. Zeichnet sich ab, dass der Kostenvoranschlag um mehr als 15 % überschritten wird, informiert der Auftragnehmer den Kunden und holt dessen Zustimmung ein, bevor er weiterarbeitet.

3. Preise und Zahlung

  1. Alle Preise gegenüber Verbrauchern verstehen sich als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %). Gegenüber Unternehmern werden Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer vereinbart.
  2. Dienstleistungen werden, sofern nichts anderes vereinbart ist, nach Zeitaufwand mit 80,00 € netto (95,20 € brutto) je Stunde berechnet. Abgerechnet wird im 15-Minuten-Takt.
  3. Fahrtkosten werden mit 1,20 € netto (1,43 € brutto) je gefahrenem Kilometer (Hin- und Rückfahrt) berechnet.
  4. Für Überprüfung und Fehlerdiagnose wird eine Pauschale von 39,00 € netto (46,41 € brutto) berechnet. Sie fällt auch an, wenn der Kunde den Reparaturauftrag anschließend nicht erteilt oder eine Reparatur technisch nicht möglich ist. Bei Auftragserteilung wird die Diagnosepauschale auf die Reparaturkosten angerechnet.
  5. Zahlung ist möglich per Barzahlung, EC-/Kartenzahlung vor Ort oder Überweisung. Rechnungen sind, sofern nicht anders angegeben, sofort ohne Abzug fällig.
  6. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
  7. Der Auftragnehmer kann weitere Leistungen zurückhalten, solange der Kunde mit Zahlungen aus demselben Vertragsverhältnis in Verzug ist.

4. Mitwirkungspflichten des Kunden und Datensicherung

  1. Der Kunde ist verpflichtet, vor Auftragserteilung eine vollständige Sicherung seiner Daten vorzunehmen. Soweit technisch möglich, erstellt der Auftragnehmer vor Reparaturen oder Systemarbeiten zusätzlich ein Image oder Backup; eine Garantie für Vollständigkeit, Funktionsfähigkeit oder Wiederherstellbarkeit dieser Sicherung wird nicht übernommen.
  2. Arbeiten an vorgeschädigten Datenträgern: Der Kunde wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei bereits vorgeschädigten Festplatten, SSDs oder anderen Speichermedien jeder Sicherungs-, Reparatur- oder Klonvorgang zu einem vollständigen Datenverlust führen kann. Der Kunde beauftragt solche Arbeiten in Kenntnis dieses Risikos.
  3. Der Kunde ist für den Besitz gültiger Softwarelizenzen selbst verantwortlich. Der Auftragnehmer installiert keine Software, für die der Kunde keine Lizenz nachweisen kann.
  4. Der Kunde stellt sicher, dass ihm notwendige Zugangsdaten (z. B. Benutzerkennwörter, Lizenzschlüssel, Zugänge zu Online-Konten) vorliegen und stellt diese für die Dauer der Arbeiten zur Verfügung.

5. Gewährleistung

  1. Für Mängel an gelieferten Waren und erbrachten Werkleistungen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.
  2. Für neue Waren beträgt die Gewährleistungsfrist gegenüber Verbrauchern zwei Jahre ab Übergabe. Für gebrauchte oder generalüberholte Waren kann die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr verkürzt werden; gegenüber Verbrauchern gilt dies nur, wenn der Kunde vor Vertragsschluss gesondert darüber informiert wurde und die Verkürzung ausdrücklich und gesondert vereinbart wurde (§ 476 Abs. 2 BGB). Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist für neue Waren ein Jahr, für gebrauchte Waren ist die Gewährleistung ausgeschlossen.
  3. Bei Virus- und Malware-Entfernung sowie bei Softwareinstallationen, Updates und Konfigurationen kann der Auftragnehmer nicht dafür einstehen, dass nachträgliche Änderungen Dritter (z. B. Hersteller-Updates, neue Schadsoftware) das Ergebnis beeinflussen. Hierfür besteht keine Gewährleistung.
  4. Von der Gewährleistung ausgenommen sind Schäden, die auf unsachgemäße Behandlung, Fremdeingriffe, Überspannung, Flüssigkeitsschäden oder normalen Verschleiß zurückzuführen sind.

6. Haftung

  1. Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
  2. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) haftet der Auftragnehmer nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
  3. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  4. Für den Verlust von Daten haftet der Auftragnehmer nach Maßgabe der vorstehenden Absätze nur bis zu dem Betrag, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung der Daten erforderlich gewesen wäre.
  5. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und aus übernommenen Garantien bleibt unberührt.

7. Eigentumsvorbehalt

  1. Gelieferte Waren und eingebaute Ersatzteile bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Auftragnehmers.

8. Abholung und Lagerung von Geräten

  1. Reparierte oder nicht reparierbare Geräte sind vom Kunden innerhalb von 14 Tagen nach Benachrichtigung über die Fertigstellung abzuholen.
  2. Nach Ablauf dieser Frist kann der Auftragnehmer eine Lagergebühr von 2,00 € brutto je angefangenem Tag berechnen. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
  3. Holt der Kunde das Gerät auch nach schriftlicher Aufforderung in Textform mit einer Nachfrist von mindestens vier Wochen und ausdrücklicher Androhung der Verwertung nicht ab, ist der Auftragnehmer berechtigt, das Gerät nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 383 ff. BGB) zu verwerten. Ein Erlös wird nach Abzug der offenen Forderungen und Kosten an den Kunden ausgekehrt.

9. Fernwartung

  1. Fernwartungsleistungen erfolgen ausschließlich nach ausdrücklicher Zustimmung des Kunden. Der Kunde startet die Fernwartungssitzung selbst und kann sie jederzeit beenden.
  2. Der Kunde ist verpflichtet, für eine funktionierende Internetverbindung zu sorgen und während der Sitzung erreichbar zu bleiben.
  3. Nummer 2 (Leistungen) gilt entsprechend: Geschuldet ist die fachgerechte Durchführung, nicht ein bestimmter Erfolg, soweit dieser nicht ausdrücklich vereinbart ist.

10. Widerrufsrecht für Verbraucher bei Fernabsatzverträgen

  1. Schließt ein Verbraucher einen Vertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel (z. B. Telefon, E-Mail, Kontaktformular) ab, steht ihm das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die dem Kunden vor Vertragsschluss gesondert zur Verfügung gestellt wird und die auch das Muster-Widerrufsformular enthält.
  2. Wünscht der Kunde, dass mit der Dienstleistung (z. B. Fernwartung) bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, holt der Auftragnehmer hierfür vor Beginn eine ausdrückliche, gesonderte Zustimmung des Kunden ein. Widerruft der Kunde in diesem Fall, schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen; das Widerrufsrecht erlischt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und der Kunde dem Beginn vorher ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom Erlöschen bestätigt hat.
  3. Kein Widerrufsrecht besteht bei Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt wurden (z. B. individuell konfigurierte PCs), sowie in den übrigen Fällen des § 312g Abs. 2 BGB.

11. Vor-Ort-Termine

  1. Wird ein vereinbarter Vor-Ort-Termin vom Kunden nicht wahrgenommen, ohne dass er mindestens 24 Stunden vorher abgesagt wurde, oder ist der vereinbarte Zugang nicht möglich, kann der Auftragnehmer die tatsächlich angefallenen Fahrtkosten sowie eine Ausfallpauschale in Höhe von einer Arbeitsstunde berechnen. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

12. Transport und Versand

  1. Sendet der Kunde Geräte an den Auftragnehmer, trägt er die Kosten und das Risiko des Hinversands. Der Auftragnehmer empfiehlt versicherten Versand und eine transportsichere Verpackung.
  2. Rücksendungen an den Kunden erfolgen als versicherter Versand. Gegenüber Verbrauchern trägt der Auftragnehmer das Versandrisiko der Rücksendung; gegenüber Unternehmern geht das Risiko mit Übergabe an das Transportunternehmen auf den Kunden über.

13. Bearbeitungszeit und Eilaufträge

  1. Bei Auftragserteilung kann dem Kunden auf Wunsch eine geschätzte Bearbeitungszeit genannt werden. Diese Angabe ist unverbindlich und kann insbesondere bei hohem Arbeitsaufkommen, Lieferverzögerungen oder unerwarteten technischen Problemen abweichen.
  2. Aufträge werden grundsätzlich in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.
  3. Für eine bevorzugte Bearbeitung („Eilauftrag“) kann eine gesonderte Eilpauschale vereinbart werden. Die Höhe wird vor Beginn der Arbeiten mitgeteilt und in Textform bestätigt.

14. Datenschutz

  1. Kundendaten werden vertraulich behandelt und ausschließlich zur Vertragsabwicklung genutzt. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung unter artitech-computer.de/datenschutz.
  2. Der Auftragnehmer ist berechtigt, Kundengeräte zu Test- und Reparaturzwecken zu starten und hierfür überlassene Zugangsdaten zu verwenden. Auf Daten des Kunden wird nur zugegriffen, soweit dies für die Auftragsdurchführung erforderlich ist.
  3. Eine Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte erfolgt nur, soweit dies zur Auftragserfüllung erforderlich ist (z. B. Herstellerreparatur, Versanddienstleister).

15. Höhere Gewalt

  1. Der Auftragnehmer haftet nicht für Liefer- oder Leistungsverzögerungen, die durch höhere Gewalt, Ausfälle von Zulieferern oder andere unvorhersehbare, vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Ereignisse verursacht werden. Vereinbarte Fristen verlängern sich entsprechend.

16. Streitbeilegung

  1. Der Auftragnehmer ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

17. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dem Verbraucher dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
  2. Ist der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers.
  3. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Hinweis: Mit Auftragserteilung erkennen Sie diese AGB an. Sie erhalten die AGB auf Wunsch jederzeit in Textform.

Stand: 19.09.2026